Globale Angriffskampagne auf Content-Management-Systeme
- Sicherheitshinweis
© Adobe Stock
Schwachstellen ausgenutzt
Das australische Cybersicherheitszentrum (ACSC: Australian Cyber Security Centre) warnt vor einer breiten Angriffswelle auf verschiedene Content-Management-Systeme (CMS). Die Angreifenden scannen dazu automatisiert Websites nach verwundbaren Systemen. Dem ACSC zufolge nutzen sie derzeit weltweit Sicherheitslücken in CMS-Systemen und ihren Erweiterungen (Plugins) aus. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die folgenden Systeme:
-
WordPress
-
Craft CMS
-
MaxSite CMS
-
MetInfo CMS
-
Joomla-Erweiterung JCE
Derartige Schwachstellen ermöglichen beispielsweise das Hochladen von (bösartigen) Dateien, Remote Code Execution (RCE) oder Server-Side Request Forgery (SSRF). Bei einer erfolgreichen Attacke können Angreifende z. B. Websites kapern und für ihre Zwecke umgestalten, Schadsoftware installieren, Zugangsdaten entwenden oder die zugrunde liegende Infrastruktur kompromittieren.
Vermutet wird, dass die Anzahl solcher Angriffe künftig weiter zunehmen wird. Eine Liste der bekannten ausgenutzten Schwachstellen finden Sie in der unten verlinkten Warnung des ACSC.
Empfehlungen
-
Aktualisieren Sie baldmöglichst CMS-Software, Designpakete und alle Erweiterungen.
-
Aktivieren Sie automatische Updates, wenn möglich.
-
Entfernen Sie nicht mehr benötigte Erweiterungen, um die Angriffsfläche zu verringern.
-
Schränken Sie den Zugriff auf sensible Verzeichnisse zusätzlich ein.
-
Halten Sie grundsätzlich alle Komponenten dauerhaft auf dem aktuellen Stand.
-
Setzen Sie Rollenkonzepte um.
-
Erzwingen Sie sichere Passwörter.
-
Implementieren Sie ein Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).